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Über 100 Jahre Schreinerei Itzin
sind sicher ein Anlaß um Rückblick in die Gründer- und Aufbaujahre der Firma zu halten. Als mein Großvater Ernst Friedrich Itzin 1893 die Bau- und Möbelschreinerei gründete, gab es noch echte Handwerker. Die Möbelstücke, die Fenster, sie wurden noch ohne Maschinen gefertigt. Zu den Arbeiten des Schreiners gehörte auch die Anfertigung der Särge. Möbelhäuser gab es damals noch nicht. Die Möbel wurden alle vom Schreiner gefertigt. Die Auftraggeber waren zu jener Zeit die privaten Kunden, die ein Schlafzimmermöbel, ein Wohnzimmermöbel, Türen oder Fenster wollten.
Mein Vater Hans Wilhelm Itzin war auch noch so ein echter Handwerker von altem Schrot und Korn. Anfangs mußte er noch 10 Jahre ohne Maschinen, ja sogar ohne Elektrizität arbeiten. Nicht einmal eine elektrische Bohrmaschine konnte er sein eigen nennen. Doch mit ihm begann erst der Aufschwung der Firma. Mit viel Fleiß und einer sehr tüchtigen Ehefrau an seiner Seite baute er den Betrieb kontinuierlich auf. Seinem Weitblick ist es zu Verdanken, dass 1963 mit dem Bau einer modernen Werkstatt die räumlichen Voraussetzungen geschaffen wurden. Bis Anfang der 60er Jahre wurden noch viele Möbel gefertigt. Bedingt durch die Wohnungsnot in den Nachkriegsjahren bekam die Bauschreinerei und der Fensterbau einen großen Stellenwert. Selbstverständlich kann der Schreiner auch heute noch schöne und hochwertige Möbel machen.
45 Jahre führte mein Vater den Betrieb. Er hat sicher den größten Anteil an dem, was wir bis heute erreicht haben. Das „wir“ will ich hier betonen. Denn ohne qualifizierte Mitarbeiter wäre dies alles gar nicht möglich gewesen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine Mitarbeiter.
Ein großer, privater Kundenstamm, Firmen, Baugesellschaften und Behörden gehören heute zu unseren Auftraggebern.
Mit modernem Maschinenpark, mit qualifizierten und motivierten Mitarbeitern, mit Qualitätsarbeit und Zuverlässigkeit wird sich die Firma Itzin den künftigen Aufgaben stellen.
Ihr Hans Itzin
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2. Generation von 1930-1975
Im Jahre 1930 übernahm sein Sohn Schreinermeister Wilhelm Itzin (1909-1975) den Betrieb. Die Werkstatt wurde, trotz damals schwierigen Jahren, auf 220 m2 Fläche vergrößert. Doch erst in den 50er Jahren erlebte die Firma eine erste Blütezeit. So konnte in der Goethestraße ein Wohnhaus mit Werkstatt und Holzlager errichtet werden.
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